06 — Glossar
Abmessungen und Gewichte

Stützlast

Die Stützlast ist die nach unten gerichtete Kraft, die die Kupplung eines Anhängers auf die Anhängerkupplung des Zugfahrzeugs ausübt.

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Abmessungen und Gewichte
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Im Glossar
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Definition

Die Stützlast ist die statische, nach unten gerichtete Kraft, die die Kupplung eines beladenen Anhängers auf die Anhängerkupplung beziehungsweise den Kugelkopf des Zugfahrzeugs ausübt, wenn das Gespann eben steht. Sie zählt zu den wichtigsten und zugleich am meisten übersehenen Größen beim Anhängerbetrieb, denn sie bestimmt die Stabilität des gesamten Gespanns. Die Last wird über die Deichsel am vorderen Ende des Anhängers, die nach vorn zur Kupplung reicht, auf das Heck des Zugfahrzeugs übertragen.

Die Kraft ergibt sich aus der Verteilung der Anhängerladung um dessen Achse. Vor der Achse platzierte Fracht drückt die Kupplung nach unten und erhöht die Stützlast, während Fracht hinter der Achse sie anhebt und verringert. Als Richtwert sollte die Stützlast etwa 5 bis 10 Prozent des voll beladenen Anhängergewichts betragen – ein Gleichgewicht, das die Masse des Anhängers leicht vor seine Achse legt, sodass das Gespann sauber geradeaus läuft. Prüfen lässt sich das zu Hause mit einer Personenwaage und einem Stück Holz oder mit einer dafür vorgesehenen Stützlastwaage, indem die Kraft auf Höhe der Kupplung gemessen wird.

Dieses Gleichgewicht richtig einzustellen ist eine Frage der Sicherheit, nicht der Bequemlichkeit. Zu wenig Stützlast, verursacht durch hecklastige Beladung des Anhängers, lässt dessen Masse um die Kupplung pendeln und macht ihn anfällig für Schlingern – eine Schwingung, die sich bei Autobahntempo bedrohlich aufschaukeln und das gesamte Gespann außer Kontrolle bringen kann. Zu viel Stützlast überlastet das Heck des Zugfahrzeugs, hebt Gewicht von dessen Vorderrädern und verschlechtert Lenkung und Bremsen, und sie kann die zulässige Grenze des Kugelkopfs überschreiten. Das Mittel gegen Instabilität ist fast immer, die schwersten Teile nach vorn, tief und nahe an die Anhängerachse zu verlagern.

Die Stützlast steht nicht für sich allein; sie zehrt an den Reserven des Zugfahrzeugs. Die nach unten wirkende Kraft an der Kupplung zählt gegen die Zuladung des Fahrzeugs, ebenso wie ein Passagier oder ein Sack Zement, und sie muss die höchstzulässige Stützlast respektieren, die auf Kugelkopf, Anhängerbock und Fahrzeug eingeprägt ist und von der der niedrigste Wert maßgeblich ist. Ein schwerer Fahrradträger oder zusätzlich beladener Kofferraum kann den verbleibenden Spielraum rasch aufzehren, weshalb die Werte gemeinsam und nicht einzeln zu betrachten sind.

Richtig gehandhabt ist die Stützlast das stille Fundament eines stabilen Gespanns. Sie wirkt mit der Anhängelast, die festlegt, wie viel das Fahrzeug ziehen darf, und mit der Zuladung, die begrenzt, was es tragen darf, zusammen, um ein Gespann aus Auto und Anhänger sicher und berechenbar zu halten. Wohnwagen- und Anhängernutzer, die lernen, sie zu messen und anzupassen, statt einfach zu beladen und zu hoffen, gewinnen das wirksamste Mittel gegen das Schlingern, und moderne Helfer wie elektronische Gespannstabilisierungsprogramme ergänzen die korrekte Stützlast, ersetzen sie aber nicht.

Wichtige Punkte
  • Nach unten gerichtete Kraft eines Anhängers auf Kugelkopf oder Kupplung
  • Üblicherweise 5–10 % des Gesamtgewichts des Anhängers für Stabilität
  • Zu wenig verursacht gefährliches Schlingern des Anhängers
  • Zählt gegen die Zuladung des Zugfahrzeugs
Auch bekannt als
nose weighttow ball weightnoseweighthitch weight