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Ältere technische Begriffe

Drehzahlmesser

Der Drehzahlmesser ist die Anzeige der Motordrehzahl in Umdrehungen pro Minute (U/min) und hilft dem Fahrer, Schaltvorgänge und Motorlast einzuschätzen.

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Definition

Der Drehzahlmesser ist das Instrument, das die Drehzahl eines Motors in Umdrehungen pro Minute (U/min) anzeigt, fast immer in Tausenderschritten, sodass ein auf 3 stehender Zeiger 3.000 U/min bedeutet. Neben dem Tachometer im Kombiinstrument platziert, gibt er dem Fahrer ein unmittelbares Fenster darauf, was der Motor gerade tut, unabhängig von Fahrgeschwindigkeit und gewähltem Gang. Sein Zweck ist es, dem Fahrer zu erlauben, die Motordrehzahl auf die jeweilige Aufgabe abzustimmen, sei es ein geschmeidiger Gangwechsel, ein zügiges Überholen oder entspanntes Cruisen auf der Autobahn.

Frühe Drehzahlmesser arbeiteten mechanisch und wurden von einer flexiblen Welle angetrieben, die der Motor oder das Getriebe in Drehung versetzte, ganz ähnlich einem Tachoantrieb. Moderne Instrumente sind elektronisch: Sie zählen die Frequenz der Zündimpulse oder lesen ein Signal des Kurbelwellensensors aus und wandeln diese Frequenz dann in eine Drehzahlanzeige um, dargestellt entweder durch einen analogen Zeiger oder auf einem digitalen Display. Da der Wert direkt aus dem Motorsteuergerät stammt, ist er sowohl genau als auch verzögerungsfrei.

Für den Fahrer eines Schaltwagens ist der Drehzahlmesser ein praktisches Werkzeug. Wer zu früh hochschaltet, lässt den Motor bei niedriger Drehzahl 'untertourig laufen', wo er unter Last quält, rau läuft und erhöhtem Verschleiß unterliegt; wer zu spät hochschaltet, verschwendet Kraftstoff und erzeugt Lärm ohne nutzbaren Gewinn. Mit Blick auf den Zeiger kann der Fahrer im optimalen Bereich schalten und den Motor in seinem wirksamen Drehzahlband halten. Beim Anhängerbetrieb, an Steigungen und beim Bremsen mit dem Motor im Gefälle lässt sich alles leichter handhaben, wenn die Motordrehzahl klar im Blick ist.

Ein wesentliches Merkmal ist der rote Bereich, ein farbiges Feld oder eine Markierung nahe dem oberen Skalenende, das die vom Hersteller als sicher erachtete Höchstdrehzahl kennzeichnet. Ein Überschreiten birgt die Gefahr des Ventilflatterns und schwerer mechanischer Belastung, weshalb die meisten modernen Motoren zusätzlich einen Drehzahlbegrenzer besitzen, der Kraftstoff oder Zündung abregelt, um ein Überdrehen zu verhindern. Die Lage des roten Bereichs spiegelt die Auslegung des Motors wider, wobei hochdrehende Ottomotoren weit höher markiert sind als drehmomentstarke Dieselmotoren.

Der Drehzahlmesser verliert mit dem Wandel der Antriebe an Bedeutung. Automatik- und Doppelkupplungsgetriebe wählen ihre Schaltpunkte selbst, sodass die Anzeige eher informativ als unverzichtbar ist, und in reinen Elektrofahrzeugen, deren Motor weder einen festen Leerlauf noch ein begrenztes nutzbares Drehzahlband kennt, bietet ein klassischer Drehzahlmesser wenig und wird häufig durch eine Anzeige von Leistung und Rekuperation ersetzt. Dennoch bleibt der Drehzahlmesser auf Sport- und Liebhaberfahrzeugen ein prominentes, geschätztes Instrument, eng verbunden mit den Begriffen der Leistungskurve und der Leistung, die beschreiben, wie ein Motor seine Kraft abgibt.

Wichtige Punkte
  • Zeigt die Motordrehzahl in U/min an
  • Hilft beim Einschätzen von Schaltvorgängen und vermeidet untertouriges Fahren
  • Der rote Bereich markiert die maximal sichere Drehzahl
  • Weniger prominent bei Automatikgetrieben und Elektroautos
Auch bekannt als
rev countertachRPM gauge