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Ältere technische Begriffe

Shift-on-the-fly (Zuschaltung während der Fahrt)

Shift-on-the-fly bezeichnet die Möglichkeit, während der Fahrt zwischen Zwei- und Allradantrieb umzuschalten, ohne anzuhalten.

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Definition

Shift-on-the-fly beschreibt ein Allradsystem, das es dem Fahrer erlaubt, die Vorderachse während der Fahrt zu- oder abzuschalten, statt anhalten, aussteigen und die vorderen Radnaben von Hand verriegeln zu müssen. Es entstand als Komfortmerkmal an Fahrzeugen mit zuschaltbarem Allradantrieb, bei denen der Hinterradantrieb der normale Straßenmodus ist und der Allradantrieb rutschigen oder losen Untergründen vorbehalten bleibt. Der Begriff kam in den 1980er-Jahren in Gebrauch, als die Hersteller das umständliche ältere Verfahren durch ein System ersetzten, das der Fahrer vom Sitz aus und bei voller Fahrt bedienen konnte.

Der Mechanismus stützt sich auf ein elektrisch oder per Unterdruck betätigtes Verteilergetriebe in Verbindung mit automatisch verriegelnden vorderen Radnaben. Dreht der Fahrer einen Drehschalter am Armaturenbrett oder drückt eine Taste, schiebt ein Stellantrieb eine Muffe, die die vordere Abtriebswelle mit dem Verteilergetriebe koppelt, während ein gesonderter Mechanismus die vorderen Radnaben verriegelt, sodass die Räder die Steckachsen antreiben. Da der Zwei- und der Allradbereich dieselbe Übersetzung nutzen (Geländegang hoch), drehen sich vordere und hintere Kardanwelle bereits mit verträglichen Drehzahlen, sodass die Synchronkupplung oder Schiebemuffe während der Fahrt sauber und ohne Kratzen einrücken kann.

Für den Fahrer liegt der praktische Vorteil darin, augenblicklich auf wechselnde Bedingungen reagieren zu können. Ein plötzlicher Schlammabschnitt, Schnee oder eine nasse Rampe lassen sich bewältigen, indem bei 60 oder 80 km/h ohne Gaswegnehmen der Allradantrieb gewählt wird, wo ein älteres System einen vollständigen Halt und einen Gang um die Motorhaube verlangt hätte. Das macht die Funktion im Alltagsverkehr wirklich nützlich und nicht nur zu etwas, das geplanten Geländeausflügen vorbehalten bleibt.

Was sich während der Fahrt erledigen lässt, hat Grenzen. Das Einlegen des Geländegangs, also die Wahl einer deutlich niedrigeren Untersetzung im Verteilergetriebe, erfordert fast immer ein stehendes oder nahezu stehendes Fahrzeug, häufig mit dem Getriebe in Neutralstellung, da die Zahnradsätze mit sehr unterschiedlichen Drehzahlen laufen und unter Last nicht ineinandergreifen können. Hersteller geben in der Regel eine Höchstgeschwindigkeit für das Zuschalten während der Fahrt an sowie eine gesonderte Anweisung, vor der Wahl des Geländegangs anzuhalten.

Shift-on-the-fly darf nicht mit einem permanenten oder automatischen Allradsystem verwechselt werden, das fortwährend Drehmoment an alle vier Räder leitet und keinen Eingriff des Fahrers erfordert. Es handelt sich im Kern um ein zuschaltbares System mit einer bequemeren Zuschaltung, und es besitzt kein Mittendifferenzial; daher muss es auf trockenem, griffigem Untergrund weiterhin auf Hinterradantrieb zurückgestellt werden, um Verspannungen im Antriebsstrang zu vermeiden. Markeneigene Umsetzungen wie Fords Control-Trac sowie verschiedene elektronisch geschaltete Verteilergetriebe bauen auf demselben Grundprinzip auf und ergänzen es um eigene Stellantriebe und Steuerlogik.

Wichtige Punkte
  • Umschalten zwischen Hinterrad- und Allradantrieb während der Fahrt
  • Kein Anhalten nötig, anders als beim älteren zuschaltbaren Allrad
  • Betätigt ein angesteuertes Verteilergetriebe per Schalter oder Drehknopf
  • Der Geländegang erfordert meist weiterhin ein Anhalten
Auch bekannt als
shift on the flyon-the-fly shifting