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06 — Glossar
Abmessungen und Gewichte

Sitzplatzanzahl

Die Sitzplatzanzahl ist die Zahl der Personen, die ein Fahrzeug konstruktiv und zugelassen befördern darf, einschließlich des Fahrers.

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Abmessungen und Gewichte
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Definition

Die Sitzplatzanzahl ist die Zahl der Insassen, die ein Fahrzeug konstruktiv vorsieht, für die es typgenehmigt ist und die es rechtlich befördern darf, wobei der Fahrer stets mitgezählt wird. Im Datenblatt erscheint sie als schlichte ganze Zahl, doch dahinter steht ein Bündel technischer und regulatorischer Anforderungen, die bestimmen, wie viele Personen sicher mitfahren dürfen und wo sie sitzen können. Der Wert wird bei der Typgenehmigung festgelegt und in den Fahrzeugpapieren eingetragen, sodass es nicht darum geht, wie viele Personen sich hineinzwängen lassen, sondern wie viele ordnungsgemäße, rechtlich zulässige Plätze das Fahrzeug bietet.

Jeder vorgesehene Sitzplatz muss festgelegte Standards erfüllen. Er benötigt eine verankerte Sitzstruktur, gegebenenfalls eine Kopfstütze und vor allem einen Sicherheitsgurt der richtigen Bauart, wobei für nach vorn gerichtete Plätze in modernen Pkw heute Dreipunktgurte vorgeschrieben sind. Der Platz muss ausreichend Raum bieten, die Verankerungen müssen Crashlasten standhalten, und Kinder unterhalb einer bestimmten Größe oder eines bestimmten Alters müssen eine geeignete Rückhalteeinrichtung benutzen. Es ist verboten, mehr Personen zu befördern, als Sitzplätze mit Gurten vorhanden sind, weshalb ein Fünfsitzer rechtlich nur fünf Personen befördern darf, unabhängig von deren Statur.

Die Spanne am Markt ist groß. Zweisitzige Sportwagen und viele Transporter verzichten ganz auf Rücksitze, herkömmliche Schräg- und Stufenheckmodelle bieten fünf Plätze, und Vans, große SUV und Großraumlimousinen reichen mit einer dritten Sitzreihe bis sieben oder acht. Manche Nutzfahrzeuge in Doppelkabinen-Ausführung liegen irgendwo dazwischen. Die Anordnung wird über diese Reihen beschrieben, und der Nutzen der höheren Zahlen hängt stark davon ab, wie die hintersten Sitze gestaltet sind und ob sie wirklich bewohnbar oder nur für gelegentlichen Gebrauch beziehungsweise für Kinder geeignet sind.

Die Schlagzeilenzahl kann daher in die Irre führen, und die Qualität der Bestuhlung zählt ebenso wie ihre Menge. Ein nomineller Siebensitzer, dessen dritte Reihe kaum Bein- und Kopffreiheit bietet, taugt nur für kurze Fahrten oder kleine Passagiere, und das Aufstellen der hintersten Sitze lässt den Kofferraum oft auf nahezu nichts schrumpfen. Eine vernünftige Beurteilung wägt den Zielkonflikt zwischen Personen- und Gepäckraum, die Bedienbarkeit beim Umklappen und Erreichen der Sitze sowie den Komfort jedes Platzes ab, statt eine hohe Sitzzahl als uneingeschränkten Vorteil zu werten.

Die Sitzplatzanzahl ist eng mit der Karosserieform eines Fahrzeugs und mit den Gewichtsgrenzen verknüpft, die seine Nutzung regeln. Personenbefördernde Karosserien wie Vans und Großraumlimousinen existieren gerade, um Zahl und Flexibilität der Sitze zu maximieren, während Zuladung und zulässiges Gesamtgewicht begrenzen, wie viele Insassen samt ihrer Habe tatsächlich zugleich befördert werden dürfen. Zusammen mit dem Ladevolumen und den maßgeblichen Gewichtsangaben gelesen, vermittelt die Sitzplatzanzahl ein realistisches Bild davon, ob ein Fahrzeug die Personen und Gegenstände aufnehmen kann, die einem Käufer vorschweben.

Wichtige Punkte
  • Zahl der rechtlich beförderbaren Personen, inkl. Fahrer
  • Jeder Platz braucht einen ordnungsgemäßen Gurt und erfüllt Sicherheitsvorgaben
  • Reicht vom Zweisitzer bis zum achtsitzigen Van
  • Platz in der dritten Reihe und Kofferraum-Kompromiss zählen, nicht nur die Zahl
Auch bekannt als
number of seats