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06 — Glossar
Motor und Emissionen

Leistungsgewicht

Das Leistungsgewicht setzt die Motorleistung eines Fahrzeugs ins Verhältnis zu seinem Gewicht und sagt die Beschleunigung weitaus zuverlässiger voraus als die reine Leistungsangabe.

Kategorie
Motor und Emissionen
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Definition

Das Leistungsgewicht ist eine Kennzahl, die beschreibt, wie viel Leistung ein Fahrzeug erzeugt im Verhältnis dazu, wie viel es wiegt, und es zählt zu den aussagekräftigsten Einzelwerten, mit denen sich das Fahrverhalten eines Autos charakterisieren lässt. Berechnet wird es, indem man die Motorleistung durch die Fahrzeugmasse teilt; üblich sind Angaben wie PS pro Tonne oder Kilowatt pro Kilogramm. Weil dabei sowohl die verfügbare Kraft als auch die zu bewegende Masse berücksichtigt werden, erfasst diese Größe etwas, das eine reine Leistungsangabe nicht leisten kann.

Die Bedeutung folgt unmittelbar aus einem physikalischen Grundsatz: Die Beschleunigung ergibt sich aus Kraft geteilt durch Masse. Eine bestimmte Leistung beschleunigt ein leichtes Auto deutlich zügiger als ein schweres, weshalb sich zwei Fahrzeuge mit identischen Motoren am Steuer völlig unterschiedlich anfühlen können, sobald ihr Leergewicht voneinander abweicht. Aus diesem Grund ist das Leistungsgewicht ein weitaus besserer Maßstab dafür, wie rasch ein Wagen Geschwindigkeit aufbaut, als die plakative Leistungsangabe, die das Marketing beherrscht.

Eine wichtige und oft unterschätzte Folgerung lautet, dass eine Gewichtsreduktion ebenso wirksam ist wie ein Leistungszuwachs. Weniger Masse verbessert nicht nur die Beschleunigung auf gerader Strecke, sondern auch das Bremsen und das Kurvenverhalten, da leichtere Fahrzeuge Reifen, Bremsen und Fahrwerk weniger stark beanspruchen. Ingenieure und Rennteams treiben den Leichtbau deshalb konsequent voran, setzen leichtere Werkstoffe ein und verzichten auf überflüssige Bauteile, denn jedes eingesparte Kilogramm kommt dem gesamten Fahrverhalten zugute, nicht allein der Längsbeschleunigung.

Das Konzept erklärt anschaulich alltägliche Beobachtungen, etwa warum sich ein mäßig motorisierter, leichter Sportwagen flotter und williger anfühlen kann als eine schwere, kräftige Limousine. Es verdeutlicht zugleich die Herausforderung schwerer Fahrzeuge, darunter viele Elektroautos, deren Batteriepakete erheblich Masse hinzufügen; sie benötigen oft beträchtliche Leistung, um überhaupt ein ansehnliches Leistungsgewicht zu erreichen. Umgekehrt kann ein kleiner, leichter Kompaktwagen schon aus einem recht bescheidenen Motor lebendige Fahrleistungen schöpfen.

Bei der Verwendung des Werts ist Sorgfalt geboten. Das Ergebnis hängt stark davon ab, welches Gewicht zugrunde gelegt wird, ob es sich um das Leergewicht ohne Beladung, ein Gewicht einschließlich Fahrer oder einen voll beladenen Wert handelt, und ob die angegebene Leistung der Wert an der Kurbelwelle oder die Leistung an den Rädern ist. Vergleiche sind nur aussagekräftig, wenn einheitliche Definitionen verwendet werden, und das Leistungsgewicht beschreibt eine mögliche Beschleunigung, ohne sie zu garantieren, da auch Traktion, Übersetzung und Aerodynamik ihren Anteil haben.

Das Leistungsgewicht steht im Zusammenhang mit verwandten Größen wie der Leistung in PS oder Kilowatt, die den Zähler bilden, dem Drehmoment, das bestimmt, wie diese Leistung anliegt, und dem Leergewicht, das den Nenner liefert. Gemeinsam betrachtet zeichnen diese Werte ein weitaus genaueres Bild davon, wie sich ein Auto tatsächlich fährt, als jeder von ihnen für sich genommen.

Wichtige Punkte
  • Leistung geteilt durch Gewicht, etwa PS pro Tonne
  • Sagt die Beschleunigung weit besser voraus als die Leistung allein
  • Gewicht einzusparen ist ebenso wirksam wie Leistung hinzuzufügen
  • Erklärt, warum leichte Autos flotter wirken als schwere
Auch bekannt als
power weight ratiopower-to-weightspecific power