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Ältere technische Begriffe

Leistungskurve (Drehzahlband)

Die Leistungskurve (das nutzbare Drehzahlband) beschreibt, wie sich Leistung und Drehmoment eines Motors über den Drehzahlbereich verändern, und in welchem Drehzahlbereich er am kräftigsten zieht.

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Definition

Die Leistungskurve, oft gemeinsam mit dem verwandten Begriff des nutzbaren Drehzahlbands erörtert, beschreibt, wie sich die Abgabe eines Motors mit steigender und fallender Kurbelwellendrehzahl verändert. Kein Motor liefert eine konstante Leistung; vielmehr verändern sich Drehmoment und Leistung fortlaufend über den Drehzahlbereich, und trägt man diese Werte über der Motordrehzahl auf, ergeben sich die charakteristischen Kurven, die Ingenieure und Enthusiasten studieren, um das Wesen eines Motors zu verstehen. Die Leistungskurve entsteht, weil sich Verbrennungswirkungsgrad, Luftdurchsatz und mechanische Verluste mit der Drehzahl verschieben, sodass der Motor zwischen Leerlauf und Drehzahlgrenze nirgends gleich wirksam ist.

Aus den Kurven lassen sich zwei verschiedene, aber zusammenhängende Größen ablesen. Das Drehmoment, also die Drehkraft des Motors, steigt typischerweise bis zu einem Höchstwert im mittleren Drehzahlbereich an und fällt dann ab, wenn der Motor bei sehr hohen Drehzahlen Mühe hat, ausreichend zu atmen. Die Leistung, das Produkt aus Drehmoment und Drehzahl, steigt über den Drehmomenthöhepunkt hinaus weiter an, weil die zunehmende Drehzahl das sinkende Drehmoment mehr als ausgleicht, bis auch sie ihr Maximum erreicht und dann abfällt. Der Bereich zwischen dem Drehmoment- und dem Leistungshöhepunkt definiert den nutzbarsten Abschnitt des Drehzahlbereichs, und diese Punkte selbst geben die Hersteller in den technischen Daten an.

Das nutzbare Drehzahlband ist jener Drehzahlbereich, in dem der Motor kräftig zieht und williger wirkt. Seine Breite ist für das Fahrverhalten von großer Bedeutung. Ein breites, flaches Drehzahlband bedeutet, dass über einen weiten Drehzahlbereich viel Drehmoment zur Verfügung steht, was den Motor flexibel und gutmütig macht: Er beschleunigt bereitwillig ohne ständige Gangwechsel und wirkt im Alltag gelassen. Ein schmales oder spitzes Drehzahlband konzentriert den kräftigen Durchzug auf einen kleinen Bereich, sodass der Fahrer den Motor in diesem Fenster halten und häufig schalten muss. Solche Motoren können auf Drehzahl mitreißend wirken, unterhalb der Schwelle aber lethargisch.

Der Verlauf der Kurve ist nicht von Natur aus festgelegt, sondern wird stark von Konstruktion und Technik beeinflusst. Die Aufladung verbreitert und füllt das Drehzahlband bekanntermaßen, indem sie mehr Luft hineindrückt, wenngleich ältere Turbomotoren unter einem plötzlichen Sprung in der Leistungsabgabe litten, sobald der Ladedruck einsetzte – das Phänomen des Turbolochs. Variable Ventilsteuerungen und Ventilhubsysteme formen die Kurve um, indem sie die Ventilsteuerzeiten bei niedrigen wie hohen Drehzahlen optimieren und dem Motor sowohl kräftigen Durchzug von unten als auch starke Spitzenleistung verleihen. Auch langhubige Motorgeometrie, die Abstimmung von Ansaug- und Abgastrakt sowie die Aufladung hinterlassen ihre Spuren im Verlauf.

Für den Fahrer ist die praktische Bedeutung allgegenwärtig. Der Drehzahlmesser ist gewissermaßen eine Live-Karte der Leistungskurve und zeigt, wo der Motor gerade relativ zu seinem kräftigen Band steht. Zu wissen, wo das maximale Drehmoment liegt, hilft bei sicheren Überholmanövern, während das Wissen um den Leistungshöhepunkt verrät, wann sich für die zügigste Beschleunigung ein Gangwechsel lohnt. Ein gut abgestimmtes Drehzahlband, sinnvoll auf die Getriebeübersetzungen abgestimmt, macht einen Großteil dessen aus, was einen Motor mit eindrucksvollen Eckdaten von einem unterscheidet, der wirklich Freude macht.

Wichtige Punkte
  • Zeigt, wie sich Leistung und Drehmoment über den Drehzahlbereich verändern
  • Macht sichtbar, wo Drehmoment und Leistung ihr Maximum erreichen
  • Ein breites Drehzahlband ist flexibel, ein spitzes schmal
  • Wird durch Aufladung und variable Ventilsteuerung verbreitert
Auch bekannt als
POWER CURVEpowerbandpower band