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06 — Glossar
ADAS und Sicherheit

Parkassistent

Der Parkassistent unterstützt den Fahrer beim Einparken und reicht von Abstandssensoren und Kameras bis zu Systemen, die das Fahrzeug selbsttätig in die Lücke lenken.

Kategorie
ADAS und Sicherheit
Verwandte Begriffe
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Definition

Parkassistent ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Technologien, die dem Fahrer helfen, ein Fahrzeug in einer Parklücke zu platzieren, und die von einfachen akustischen Warnungen bis zu Systemen reichen, die die Lenkung vollständig übernehmen. Der Bedarf besteht, weil das Einparken statistisch zu den unfallträchtigsten Manövern des Alltags zählt und einen großen Anteil der Versicherungsschäden bei niedriger Geschwindigkeit ausmacht, und weil Fahrzeuge breiter und stärker verstrebt geworden sind, was die Sicht gerade dann verschlechtert, wenn es auf präzises Platzieren ankommt.

Die einfachste Form sind in den Stoßfängern verbaute Ultraschall-Parksensoren, die hochfrequente Schallimpulse aussenden und die Laufzeit der von nahen Hindernissen zurückkehrenden Echos messen. Nähert sich das Fahrzeug einer Wand, einem Poller oder einem anderen Auto, beschleunigen sich die Pieptöne im Innenraum und gehen innerhalb von etwa 30 Zentimetern in einen Dauerton über. Eine Rückfahrkamera ergänzt ein Videobild, das oft mit dynamischen Hilfslinien überlagert ist, die sich mit dem Lenkwinkel biegen und den voraussichtlichen Fahrweg anzeigen. Diese passiven Hilfen informieren den Fahrer, lassen aber die gesamte Kontrolle in menschlicher Hand.

Die aktive Parkunterstützung geht einen Schritt weiter, indem sie die Lenkung selbst übernimmt. Mithilfe derselben Ultraschallsensoren vermisst das Fahrzeug zunächst infrage kommende Lücken, während es langsam daran vorbeifährt, und prüft, ob eine Lücke lang oder breit genug ist. Wählt der Fahrer eine Lücke und legt den passenden Gang ein, lenkt das System selbsttätig durch das Längs- oder Quereinparkmanöver, während der Fahrer üblicherweise die Kontrolle über Gas, Bremse und Gangwahl behält und jederzeit anhalten kann. Fortschrittlichere teilautonome Systeme regeln zusätzlich Antrieb und Bremse und führen das Manöver mit minimalem Zutun des Fahrers aus.

Die neuesten Umsetzungen verschieben die Grenzen von Komfort und Leistungsfähigkeit. Das ferngesteuerte Einparken erlaubt es dem Fahrer, auszusteigen und das Fahrzeug per Funkschlüssel oder Smartphone-App beim Einparken in eine enge Lücke zu überwachen – nützlich, wenn sich die Türen sonst nicht öffnen ließen. Speicher- oder Trainingsfunktionen lassen das Fahrzeug ein häufig genutztes Manöver erlernen, etwa eine schmale Einfahrt zu Hause, und es auf Befehl selbsttätig wiederholen. Diese Funktionen teilen sich zunehmend Sensoren und Rechenleistung mit Rundumsichtkameras und der übergreifenden Hardware für automatisiertes Fahren.

Für den Fahrer sind die Vorteile praktisch und messbar: weniger an Bordsteinen beschädigte Felgen, zerkratzte Stoßfänger und kleinere Rempler, weniger Stress in unbekannten oder beengten Parkhäusern und mehr Sicherheit beim Rangieren großer Fahrzeuge. Die Grenzen sind ebenso erwähnenswert. Ultraschallsensoren können durch Schnee, dicken Schlamm oder Bordsteine unterhalb ihrer Erfassungsebene irritiert werden, und die automatische Lenkung setzt klar definierte Lücken und brauchbares Licht voraus. Die Sensoren müssen sauber und unbeschädigt gehalten werden, um zuverlässig zu arbeiten. Der Parkassistent arbeitet Hand in Hand mit Rundumsichtkameras, dem Querverkehrswarner beim Ausparken und der Toter-Winkel-Überwachung und bildet einen Teil der umfassenderen Familie der Fahrerassistenzsysteme, die das Rangieren bei niedriger Geschwindigkeit unterstützen.

Wichtige Punkte
  • Reicht von Abstandssensoren und Kameras bis zur automatischen Lenkung
  • Aktive Systeme lenken das Fahrzeug in Längs- oder Querparklücken
  • Neueste Versionen parken ferngesteuert oder wiederholen ein erlerntes Manöver
  • Verringert Rempler bei niedriger Geschwindigkeit und Parkstress
Auch bekannt als
park assistautomatic parkingself-parking