Die Fahrzeugbreite ist das Maß über den breitesten Punkt der Karosserie, rechtwinklig zur Fahrtrichtung gemessen. Der Wert bezieht sich fast immer allein auf die Karosserie und schließt die Außenspiegel aus, weil diese klappbar sind und unterschiedlich weit ausladen, was den Vergleich unzuverlässig machen würde. Häufig veröffentlichen Hersteller eine zweite Angabe, die Breite einschließlich Spiegel, die aussagekräftiger ist, wenn es darum geht, ob ein Auto durch eine Toreinfahrt passt oder bequem in eine schmale Fahrspur passt, denn ausgeklappte Spiegel können je Seite 30 Zentimeter oder mehr hinzufügen.
Der breiteste Punkt liegt je nach Design meist an der Ausbuchtung der vorderen oder hinteren Radkästen, an den Türaußenhäuten oder an einer ausgestellten Schulterlinie. Da bis zum äußersten Blech- oder Kunststoffteil gemessen wird, fließen Zubehörteile wie seitliche Scheuerleisten und Radlaufverbreiterungen an Geländemodellen mit ein, sofern sie serienmäßig verbaut sind. Die Karosseriebreite ist nicht mit der Spurweite zu verwechseln, die den Abstand zwischen den Rädern einer Achse beschreibt; die Karosserie ragt stets über die Räder hinaus, sodass die Fahrzeugbreite der größere Wert ist.
Die Breite prägt das Raumgefühl im Innenraum so unmittelbar, wie die Länge den Kofferraum prägt. Eine breitere Karosserie bietet mehr Schulter- und Ellenbogenfreiheit auf den Sitzen, weshalb großzügige Kombis und Oberklassewagen luftig wirken und im Fond drei Erwachsene nebeneinander aufnehmen können, während schmale Kleinstwagen beengt wirken. Zudem senkt eine größere Breite das Verhältnis von Höhe zur Standfläche, und die meist breitere Spur, die mit einer breiteren Karosserie einhergeht, verbessert Kurvenstabilität und Haftung, indem sie der die Seitenneigung verursachenden Lastverlagerung entgegenwirkt.
Diese Gewinne bei Handling und Komfort haben in beengten Verhältnissen ihren Preis. Ältere Innenstädte, Parkhäuser mit knappen Buchten, schmale Landstraßen und Breitenbegrenzungen begünstigen allesamt das schmale Auto. Ein Fahrzeug, das sich der Karosseriebreite von 1,9 Metern nähert oder sie überschreitet – bei großen SUV und Premiumlimousinen verbreitet –, lässt sich im Verkehr schwer manövrieren und bietet in einer Standardparkbucht wenig Raum zum Öffnen der Türen. Auch hier zählt die Breite einschließlich Spiegel, denn sie bestimmt den tatsächlichen Abstand zum Gegenverkehr oder zu festen Hindernissen.
Die Breite ist somit ein Balanceakt und lässt sich am besten zusammen mit den übrigen Maßen statt isoliert verstehen. Gemeinsam mit der Höhe bestimmt sie die Stirnfläche, die den Luftwiderstand bestimmt, weshalb ein breites Auto bei hohem Tempo tendenziell mehr Leistung benötigt, um den Luftwiderstand zu überwinden. Hersteller wägen den Reiz eines geräumigen, stabilen Innenraums gegen die Alltagstauglichkeit einer schmaleren Karosserie ab, und der gewählte Wert verrät einem informierten Käufer – zusammen mit Länge und Spurweite gelesen – sehr viel darüber, wie sich das Auto innen wie auf der Straße anfühlt.
- Breitester Punkt der Karosserie, meist ohne Spiegel
- Beeinflusst Schulterfreiheit im Innenraum und Stabilität
- Ein breiteres Auto kann in engen Spuren und Parkhäusern stören
- Die Breite einschließlich Spiegel wird oft gesondert angegeben