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06 — Glossar
Elektroautos und Batterien

Ein-Pedal-Fahren

Beim Ein-Pedal-Fahren beschleunigt und bremst man allein mit dem Fahrpedal, da das Fahrzeug beim Lösen durch starke Rekuperation verzögert und zum Stehen kommt.

Kategorie
Elektroautos und Batterien
Verwandte Begriffe
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Definition

Ein-Pedal-Fahren ist eine Art, ein Elektro- oder Hybridfahrzeug zu steuern, bei der der Fahrer das Fahrzeug fast ausschließlich mit dem Fahrpedal beschleunigt und verzögert und nur noch selten zum Bremspedal greift. Es existiert, weil der Elektromotor, der das Fahrzeug antreibt, zugleich als Bremse wirken kann, und diese Fähigkeit über ein einziges Pedal nutzbar zu machen, macht das Fahren geschmeidiger, effizienter und für viele Menschen entspannter, sobald die Technik in Fleisch und Blut übergegangen ist. Es ist ein prägendes Merkmal des Fahrerlebnisses im Elektroauto und wird in unterschiedlicher Stärke bei den meisten modernen Elektromodellen angeboten.

Die Technik beruht auf der Rekuperation, also dem regenerativen Bremsen. Sobald der Fahrer das Fahrpedal löst, wird der Elektromotor in den Generatorbetrieb geschaltet, sodass er nicht länger Energie verbraucht, um die Räder zu drehen, sondern von ihnen gedreht wird, dabei Strom erzeugt und zugleich eine kräftige verzögernde Wirkung entfaltet. Ein Druck auf das Pedal fordert Drehmoment an und das Fahrzeug beschleunigt; ein Zurücknehmen verringert es; vollständiges Lösen bewirkt eine kräftige Verzögerung, die oft stark genug ist, um das Fahrzeug sanft zum völligen Stillstand zu bringen und es auf ebener Strecke dort zu halten.

Der Reiz liegt sowohl in der Effizienz als auch im Komfort. Da die Verzögerung Bewegungsenergie zurückgewinnt und in die Batterie zurückspeist, statt sie als Wärme in den Bremsscheiben zu vergeuden, verlängert das Ein-Pedal-Fahren die Reichweite spürbar, besonders im Stop-and-go-Verkehr der Stadt, wo das Fahrzeug ständig verzögert und wieder beschleunigt. Es verringert zudem den Verschleiß der herkömmlichen Reibungsbremsen drastisch; viele so gefahrene Elektroautos legen weit größere Strecken zwischen dem Wechsel von Bremsbelägen und -scheiben zurück als ein vergleichbarer Benziner und reduzieren den zur Feinstaubbelastung beitragenden Bremsabrieb.

Die Stärke des Effekts ist meist einstellbar. Fahrer können in der Regel zwischen mehreren Rekuperationsstufen wählen, von einem sanften Segelgefühl, das einem herkömmlichen Auto ähnelt, bis zu einer kräftigen Einstellung, die echtes Ein-Pedal-Fahren erlaubt, und manche Fahrzeuge passen die Stärke anhand von Navigations- oder Sensordaten automatisch an. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass die Funktion sowohl Einsteigern entgegenkommt, die sich vielleicht behutsam herantasten möchten, als auch Enthusiasten, die das direkte Dosieren der Geschwindigkeit mit einem einzigen Pedal schätzen.

Es gibt wichtige Feinheiten. Die Rekuperation hat Grenzen: Ist die Batterie voll oder sehr kalt, kann sie keine Ladung aufnehmen, sodass die verfügbare Rekuperation vorübergehend verringert ist und das Fahrzeug schwächer als erwartet verzögert, was die Aufmerksamkeit des Fahrers verlangt. Die Reibungsbremsen bleiben stets vorhanden, um die volle Bremskraft für Notfälle und harte Bremsungen bereitzustellen, und greifen nahtlos hinter dem Rekuperationseffekt ein. Eng verknüpft mit dem regenerativen Bremsen, dem Elektromotor und den übergeordneten Zielen von Effizienz und Reichweite, ist das Ein-Pedal-Fahren weniger eine Spielerei als vielmehr ein grundlegender Wandel im Umgang mit dem Elektroauto.

Wichtige Punkte
  • Beschleunigen und Bremsen überwiegend mit dem Fahrpedal
  • Das Lösen löst kräftige Rekuperation zum Verzögern oder Anhalten aus
  • Verbessert die Effizienz und senkt den Bremsverschleiß
  • Stärke einstellbar; Reibungsbremsen sichern weiterhin ab
Auch bekannt als
one pedal driving