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Motor und Emissionen
MPG

MPG (Miles per Gallon)

Miles per Gallon (mpg) ist das in Großbritannien und den USA gebräuchliche Maß für den Kraftstoffverbrauch und gibt an, wie weit ein Auto mit einer Gallone Kraftstoff kommt.

Kategorie
Motor und Emissionen
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Definition

Miles per Gallon, abgekürzt mpg, ist die Verbrauchsangabe, die vorwiegend in Großbritannien und den USA verwendet wird. Sie drückt aus, wie weit ein Fahrzeug mit einer einzigen Gallone Kraftstoff fährt; ein höherer Wert steht also für ein sparsameres Auto. Weil sie unmittelbar die Frage beantwortet, die sich die meisten Fahrer tatsächlich stellen – nämlich wie weit das eingesetzte Geld reicht – bleibt mpg trotz wissenschaftlich präziserer Alternativen eine der am häufigsten genannten Kennzahlen.

Der Wert ergibt sich, indem die zurückgelegte Strecke durch die auf dieser Strecke verbrauchte Kraftstoffmenge geteilt wird, üblicherweise ermittelt in einem genormten Fahrzyklus, damit unterschiedliche Autos unter gleichen Bedingungen verglichen werden können. Der reale Verbrauch liegt fast immer unter dem angegebenen Wert, weil ein Laborzyklus weder zügiges Beschleunigen noch Kaltstarts, hohe Zuladung, Gegenwind oder Autobahntempo vollständig abbilden kann – alles Faktoren, die den Verbrauch in die Höhe treiben.

Eine hartnäckige Quelle für Missverständnisse ist, dass die in Großbritannien verwendete imperiale Gallone rund zwanzig Prozent größer ist als die US-Gallone: etwa 4,55 Liter gegenüber 3,79 Litern. Folglich weist ein und dasselbe Auto in britischer Rechnung stets einen höheren mpg-Wert aus als in US-amerikanischer, obwohl sich an seinem tatsächlichen Verbrauch nichts geändert hat. Werte über den Atlantik hinweg ohne Umrechnung zu vergleichen, führt daher in die Irre.

Mpg ist außerdem ein umgekehrtes, nichtlineares Maß, und das überrascht viele. Gleiche Zunahmen beim mpg-Wert bedeuten keine gleichen Kraftstoffeinsparungen. Ein durstiges Auto von 15 auf 20 mpg zu verbessern, spart über eine gegebene Strecke weit mehr Kraftstoff als ein ohnehin sparsames Auto von 40 auf 45 mpg, obwohl beide Verbesserungen fünf mpg umfassen. Aus diesem Grund denken viele Ingenieure lieber in Kraftstoffverbrauch je fester Strecke, etwa Liter pro 100 Kilometer, wo der Zusammenhang mit den Kosten linear ist.

Der Aufstieg der Elektrofahrzeuge hat ein entsprechendes Maß hervorgebracht: MPGe, also Miles per Gallon of Gasoline Equivalent. Dabei wird die verbrauchte elektrische Energie in den Energiegehalt einer fiktiven Gallone Kraftstoff umgerechnet, sodass sich Elektro- und Verbrennerfahrzeuge auf einer gemeinsamen Energiebasis vergleichen lassen – wobei dies nichts über die laufenden Kosten oder die lokalen Emissionen aussagt.

Mpg steht in einer Reihe verwandter Größen: Liter pro 100 Kilometer, der allgemeine Kraftstoffverbrauch und letztlich der Kohlendioxidausstoß, der eng an die Menge des verbrannten fossilen Kraftstoffs gekoppelt ist. Vernünftig gelesen – mit dem Unterschied zwischen imperialer und US-Gallone sowie seinem nichtlinearen Charakter im Hinterkopf – bleibt mpg eine nützliche und anschauliche Kurzform für den Durst eines Autos.

Wichtige Punkte
  • Gefahrene Meilen je Gallone Kraftstoff – höher ist besser
  • Die britische (imperiale) Gallone ist rund 20 % größer als die US-Gallone
  • Ein umgekehrtes Maß: gleiche Abstände bedeuten keine gleichen Einsparungen
  • Das Pendant für E-Autos ist MPGe
Auch bekannt als
miles per gallon