HDi ist die Handelsbezeichnung, die der PSA-Konzern — die Muttergesellschaft von Peugeot und Citroën, später in Stellantis aufgegangen — für seine Familie von Common-Rail-Turbodieseln verwendet. Die Bezeichnung tauchte um die Jahrtausendwende erstmals auf, als PSA zu den ersten Großserienherstellern zählte, die die Hochdruck-Common-Rail-Einspritzung in der Volumenproduktion einsetzten. Hinter dem Schriftzug steckt ein durch und durch konventioneller moderner Diesel: Der Begriff bezeichnet eine Marketing-Identität und keine eigenständige Technik — ganz so, wie CRDi, CDI, dCi und TDI jeweils nur denselben grundlegenden Technikansatz unterschiedlicher Hersteller kennzeichnen.
Das bestimmende Merkmal ist die Common Rail selbst, ein gemeinsamer Hochdruckspeicher, der von einer motorgetriebenen Pumpe unter Druck gehalten wird. Der Kraftstoff steht unter Drücken, die über die Generationen stetig gestiegen sind, von rund 1.350 bar in den frühesten Aggregaten bis weit über 2.000 bar in den jüngsten Auslegungen. Da der Raildruck von der Motordrehzahl entkoppelt ist, kann jeder elektronisch gesteuerte Magnet- oder Piezoinjektor pro Verbrennungstakt mehrere exakt zugemessene Spritzstöße abgeben — typischerweise eine kleine Voreinspritzung, eine Haupteinspritzung und eine oder mehrere Nacheinspritzungen —, alle gesteuert vom Motorsteuergerät.
Diese feine Kontrolle über Einspritzzeitpunkt und -menge verleiht den HDi-Motoren ihren Charakter. Die Voreinspritzung mildert den abrupten Druckanstieg, der älteren Dieseln ihr typisches Nageln verleiht, sodass der Motor leiser und runder läuft, während die präzise Haupteinspritzung die Verbrennung verbessert, den Verbrauch senkt und die Rohemissionen verringert. Das Ergebnis ist das kräftige, jederzeit verfügbare Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich, das Käufer mit dem Dieselantrieb verbinden, geliefert mit einer Laufkultur, die frühere Aggregate mit indirekter Einspritzung nie erreichen konnten.
HDi-Motoren wurden in zahlreichen Hubraumklassen gebaut, von kleinen Drei- und Vierzylindern in Kleinwagen bis zu größeren Sechszylindern, und sie wurden weit über die eigenen PSA-Marken hinaus genutzt. Über langjährige Kooperationen tauchten dieselben, oft gemeinsam mit Ford entwickelten Triebwerke in Modellen von Ford, Volvo, Jaguar, Land Rover, Mini und Mazda auf, mitunter unter den Dieselbezeichnungen dieser Hersteller. Diese Verbreitung bedeutet, dass sehr viele europäische Fahrzeuge der 2000er- und 2010er-Jahre im Kern dieselbe HDi-Hardware tragen.
In der Praxis sind diese Motoren auf die Zusatztechnik angewiesen, die allen modernen Dieseln gemein ist: einen Turbolader, eine Abgasrückführung und, bei späteren Aggregaten, einen Dieselpartikelfilter sowie eine selektive katalytische Reduktion (SCR), um die sich verschärfenden Euro-Normen zu erfüllen. Die sehr hohen Einspritzdrücke verlangen sauberen, wasserfreien Kraftstoff und eine sorgfältige Wartung, da Injektoren und Hochdruckpumpe präzise und kostspielige Bauteile sind. HDi zu verstehen heißt daher, die Common-Rail-Dieseltechnik im Allgemeinen zu verstehen; das Kürzel benennt lediglich, welches Herstellerlogo darauf prangt.
- PSA-Bezeichnung (Peugeot/Citroën) für einen Common-Rail-Turbodiesel
- Ein gewöhnlicher Common-Rail-Diesel mit Direkteinspritzung
- Breit geteilt mit Partnern wie Ford und Jaguar
- Technisch gleichwertig zu CRDi, CDI und TDI