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06 — Glossar
Elektroautos und Batterien

Wechselrichter (Inverter)

Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der Batterie in den veränderlichen Wechselstrom um, der Drehzahl und Drehmoment des E-Auto-Motors steuert.

Kategorie
Elektroautos und Batterien
Verwandte Begriffe
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Definition

Der Wechselrichter ist das Leistungselektronik-Modul, das zwischen der Hochvoltbatterie eines Elektrofahrzeugs und seinem Antriebsmotor sitzt, und er ist wohl das Gehirn des Antriebsstrangs. Seine Kernaufgabe besteht darin, den gleichmäßigen Gleichstrom aus der Batterie in Wechselstrom genau jener Frequenz und Amplitude umzuwandeln, die den Motor mit der geforderten Drehzahl und dem geforderten Drehmoment drehen lässt. Da E-Auto-Motoren nahezu durchweg Wechselstrommaschinen sind, Batterien aber nur Gleichstrom speichern können, könnte sich das Fahrzeug ohne diese Umwandlung überhaupt nicht bewegen.

Im Inneren nutzt der Wechselrichter Bänke schneller elektronischer Schalter — früher Silizium-IGBTs, zunehmend Siliziumkarbid-MOSFETs —, die in drei Paaren angeordnet sind, eines je Motorphase. Eine Steuereinheit schaltet diese Bauelemente viele tausend Mal pro Sekunde ein und aus und zerhackt den Gleichstrom mithilfe der Pulsweitenmodulation in eine Folge von Impulsen, deren Mittelwert eine glatte Sinuskurve nachzeichnet. Durch Verändern der Frequenz dieser erzeugten Welle stellt der Wechselrichter die Drehzahl des Motors ein, und durch Verändern ihrer Amplitude und Phasenlage gegenüber dem Läufer bestimmt er das Drehmoment, alles in Abhängigkeit vom Gaspedal.

Für den Fahrer übersetzt sich das unmittelbar in jenes nahtlose, getriebelose Ansprechverhalten, das Elektroautos auszeichnet. Ein Tritt aufs Pedal fordert vom Wechselrichter mehr Strom; er kommt dem binnen Millisekunden nach, weshalb E-Autos sofort verfügbares Drehmoment liefern und weder Kupplung noch mehrstufiges Getriebe benötigen. Der Wechselrichter steuert den Motor zudem fortlaufend so, dass er innerhalb sicherer Temperatur- und Stromgrenzen bleibt, schützt damit den Antrieb und holt zugleich das Höchstmaß an Leistung und Effizienz aus einer gegebenen Batterieladung heraus.

Der Wechselrichter arbeitet in beide Richtungen, und genau das ermöglicht die Rekuperation. Wenn der Fahrer vom Gas geht oder bremst, darf der Motor als Generator wirken, und der Wechselrichter läuft rückwärts: Er nimmt den Wechselstrom auf, den der drehende Motor erzeugt, und richtet ihn zurück in Gleichstrom, um die Batterie zu laden, während er zugleich eine Bremswirkung an den Rädern erzeugt. Dieselbe Hardware treibt also das Fahrzeug an und gewinnt jene Energie zurück, die sonst als Wärme in den Reibungsbremsen verloren ginge.

Die Wahl der Halbleiter ist der entscheidende Faktor für die Leistungsfähigkeit moderner Wechselrichter. Siliziumkarbid-Bauelemente schalten schneller und verschwenden weniger Energie als Wärme als ältere Siliziumbauteile, steigern die Effizienz um einige Prozent, ermöglichen höhere Betriebsspannungen wie 800-Volt-Architekturen und verringern Baugröße und Kühlbedarf der Einheit. Diese Gewinne schlagen sich unmittelbar in mehr Reichweite und schnellerem Wärmemanagement nieder. Als eng abgestimmter Partner von Motor und Batterie ist der Wechselrichter am besten als ein Element eines integrierten Antriebssystems zu verstehen und nicht als eigenständige Box, und seine Nennleistung in Kilowatt setzt faktisch die Obergrenze für die Leistung des Fahrzeugs.

Wichtige Punkte
  • Wandelt Batterie-Gleichstrom in veränderlichen Wechselstrom für den Motor
  • Stellt Drehzahl und Drehmoment durch Formen der Kurve ein
  • Kehrt den Fluss um, um bei der Rekuperation zu laden
  • SiC-Halbleiter verbessern die Effizienz moderner Wechselrichter
Auch bekannt als
electric invertertraction inverterpower inverter