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Luftwiderstandsbeiwert (cw-Wert)

Der Luftwiderstandsbeiwert (cw-Wert) ist eine Kennzahl dafür, wie strömungsgünstig die Form eines Fahrzeugs die Luft durchschneidet.

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Definition

Der Luftwiderstandsbeiwert, geschrieben als cw-Wert, ist eine dimensionslose Kennzahl, die beschreibt, wie sauber sich eine Form durch die Luft bewegt, und zwar unabhängig davon, wie groß diese Form ist. Er fasst das komplexe Geschehen der Luftströmung, also das Ablösen, Verwirbeln und Wiederanlegen der Luft an einem Körper, in einem einzigen Wert zusammen, mit dem Ingenieure und Käufer die grundsätzliche Strömungsgüte eines Entwurfs mit einem anderen vergleichen können. Ein niedriger cw-Wert bedeutet, dass die Form im Verhältnis zu ihrer Größe weniger Turbulenz und Widerstand erzeugt, und ein großer Teil des gestalterischen und konstruktiven Aufwands fließt darin, ihm Bruchteile abzuringen.

Er ist der Beiwert innerhalb der klassischen Luftwiderstandsgleichung, in der der Luftwiderstand gleich der Hälfte der Luftdichte multipliziert mit dem Quadrat der Geschwindigkeit, mit der Stirnfläche und mit dem cw-Wert ist. Da der Beiwert auf Fläche und Staudruck normiert ist, isoliert er den Beitrag der Form allein. Ein lang auslaufendes Heck, das die Luft hinter dem Fahrzeug sanft zusammenführen lässt, glatte Unterbodenverkleidungen, bündig eingesetzte Scheiben und eine sorgfältig geführte Umströmung von Rädern und Spiegeln senken ihn, während scharfe Abrisskanten, frei stehende Räder, große Kühlergrills und abrupt endende Hecks ihn anheben, weil sie ein breites Unterdruck-Totwasser hinterlassen, das das Fahrzeug gewissermaßen nach hinten saugt.

Die Kennzahl ist vor allem bei hohem Tempo entscheidend, weil der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit steigt und deshalb den Energieverbrauch auf der Autobahn dominiert. Ein Fahrzeug mit niedrigem cw-Wert benötigt weniger Leistung und weniger Kraftstoff oder Batterieenergie, um ein hohes Reisetempo zu halten, was sich in besserem Verbrauch und bei einem Elektrofahrzeug in spürbar größerer Reichweite niederschlägt. Genau deshalb ist die aerodynamische Effizienz zu einem zentralen Entwicklungsziel geworden, und manche Hersteller bewerben ihre cw-Werte ebenso stolz wie ihre Fahrleistungen.

Konkrete Werte vermitteln einen Eindruck der Größenordnung. Eine strömungsgünstige moderne Limousine oder ein aerodynamisch optimiertes Elektroauto erreicht rund 0,22 bis 0,25, wobei einige rekordverdächtige Entwürfe unter 0,20 liegen. Ein typischer Kompaktwagen bewegt sich eher bei 0,30, während ein hoher, kastiger SUV oder ein Transporter mit seinen großen ebenen Flächen und dem abrupten Heck oft bei 0,35 oder höher landet. Historisch lagen Fahrzeuge der 1920er- und 1930er-Jahre häufig über 0,50, sodass die langfristige Tendenz eine stetige, hart erarbeitete Verbesserung war, getrieben von Windkanälen und numerischer Strömungssimulation.

Der entscheidende Vorbehalt lautet, dass der cw-Wert allein nicht bestimmt, wie viel Luftwiderstand ein Fahrzeug tatsächlich erfährt. Ein Fahrzeug mit hervorragendem Beiwert, aber riesiger Stirnfläche kann immer noch mehr Luft verdrängen als ein kleineres Auto mit schlechterer Form, denn der reale Luftwiderstand ist das Produkt aus beidem. Der Beiwert beschreibt die Effizienz der Form, nicht den absoluten Widerstand, und muss deshalb stets zusammen mit der Stirnfläche und der Aerodynamik im weiteren Sinne gelesen werden. Zudem steht er im Spannungsverhältnis zum Abtrieb, da haftungserzeugende Anbauteile ihn üblicherweise verschlechtern.

Wichtige Punkte
  • Dimensionslose Kennzahl dafür, wie strömungsgünstig eine Form ist
  • Niedriger cw-Wert = weniger Luftwiderstand und besserer Verbrauch bei hohem Tempo
  • Moderne Limousinen ~0,25; kastige SUVs ~0,35
  • Der reale Luftwiderstand hängt auch von der Stirnfläche des Fahrzeugs ab
Auch bekannt als
Cdcoefficient of drag