06 — Glossar
Ältere technische Begriffe

Querträger

Ein Querträger ist ein quer zur Fahrzeugbreite verlaufender Strukturträger im Rahmen oder in der Karosserie, der die beiden Längsseiten verbindet und die Steifigkeit erhöht.

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Definition

Ein Querträger ist ein tragendes Bauteil, das quer über die Breite des Fahrzeugrahmens oder der Karosserie verläuft und die beiden Längsseiten miteinander verbindet, sodass sie sich gegenseitig abstützen. Notwendig wird er, weil die langen Längsträger oder Schweller, die ein Fahrzeug von vorn nach hinten durchziehen, für sich genommen zwar fest sind, sich unter Last jedoch verwinden und auseinanderspreizen würden, wenn nichts sie zusammenhielte. Der Querträger stellt diese Verbindung her und macht aus zwei parallel laufenden Trägern eine steife, in sich geschlossene Struktur.

Seine erste mechanische Aufgabe besteht darin, die beiden Seiten so zu koppeln, dass Kräfte zwischen ihnen übertragen werden können und das Gefüge als Einheit reagiert. Indem er die Längsträger überbrückt, erhöht er den Widerstand gegen Verwindung erheblich – also gegen jene Torsionsbewegung, die entsteht, wenn ein Rad über eine Bodenwelle fährt, während die anderen es nicht tun –, ebenso wie gegen die Biege- und Scherkräfte, die Fahrbahnlasten einleiten. Das Ergebnis ist ein Rahmen oder eine Karosserie, die ihre Form behält, die Fahrwerks- und Lenkungsgeometrie konstant hält und das Ermüden sowie Klappern verhindert, das ein Durchbiegen sonst verursachen würde.

Häufig dienen Querträger zugleich als Befestigungspunkte für wichtige Baugruppen. Ein vorderer Querträger kann den Motor und die Vorderachse oder das Lenkgetriebe aufnehmen, ein mittlerer Querträger trägt oft das Getriebe oder das Verteilergetriebe, und hintere Querträger verankern Achslenker oder den Kraftstofftank. Diese schweren Komponenten auf einem Träger zu lagern, der die Struktur überspannt, verteilt ihre Lasten wirkungsvoll auf beide Seiten und erleichtert die Unterbringung des Antriebsstrangs. Manche sind einfache Pressteile oder Rohre, die eingeschweißt oder verschraubt werden, andere sind aufwendige Konstruktionen, die so geformt sind, dass sie Abgasanlage, Antriebswellen und Federweg freigeben.

Das Bauteil findet sich in beiden gängigen Bauweisen. Bei einem Fahrzeug mit Leiterrahmen sind die Querträger die Sprossen, die die beiden langen Längsträger des Rahmens verbinden, und bestimmen einen großen Teil seiner Torsionssteifigkeit. Bei der selbsttragenden Karosserie übernehmen quer verlaufende Pressteile und Träger dieselbe Rolle, die zwischen Bodenschwellern, Hutablage und Querwänden eingeschweißt sind, die Rohkarosse zusammenfügen und jene Lastpfade schaffen, die im Crash zugleich die Insassen schützen.

Aus Sicht der Instandhaltung sind Querträger sicherheitsrelevante Strukturteile. An älteren oder geländegängigen Fahrzeugen neigen sie dort zur Korrosion, wo sich Schmutz und Streusalz sammeln, und ein durchgerosteter oder gerissener Querträger kann sowohl das Fahrverhalten als auch die Crashsicherheit beeinträchtigen – mitunter so weit, dass das Fahrzeug bis zur Reparatur nicht mehr verkehrssicher ist und durch den TÜV fällt. Da sie oft Aufnahmen tragen, kann ein beschädigter Querträger zudem die Ausrichtung von Motor oder Fahrwerk verstellen.

Der Querträger gehört zur Familie der Strukturträger, die das Skelett eines Fahrzeugs bilden. Er ist fester Bestandteil des Fahrgestells, bildet die quer liegenden Sprossen des Leiterrahmens, kann in einen abnehmbaren Hilfsrahmen integriert sein, der Antrieb oder Fahrwerk aufnimmt, und findet sein spezialisiertes Pendant im Cockpitquerträger, der die Fahrgastzelle hinter dem Armaturenbrett aussteift.

Wichtige Punkte
  • Ein Träger, der quer über die Breite von Rahmen oder Karosserie verläuft
  • Verbindet die beiden Längsträger bzw. Karosserieseiten miteinander
  • Erhöht die Steifigkeit und widersteht Verwindung und Biegung
  • Oft Befestigungspunkt für Motor, Fahrwerk oder Getriebe
Auch bekannt als
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