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Motor und Emissionen
CRDi

CRDi (Common Rail Diesel direct Injection)

CRDi ist der Markenname von Hyundai-Kia für einen Turbodieselmotor mit Common-Rail-Direkteinspritzung.

Kategorie
Motor und Emissionen
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Definition

CRDi steht für Common Rail Diesel direct Injection und ist der Markenname, unter dem Hyundai und seine Schwestermarke Kia ihre Turbodieselmotoren seit Anfang der 2000er-Jahre vermarkten. Das Kürzel prangt als Schriftzug auf der Heckklappe zahlloser Modelle, vom kompakten Kleinwagen bis zum großen SUV, und dient dem südkoreanischen Konzern als kommerzielle Bezeichnung für eine Technik, die aus technischer Sicht vollkommen konventionell ist. Die Bezeichnung ist eher eine Marketinghülle als ein eigenständiger Mechanismus, ganz ähnlich den Kürzeln, die Wettbewerber für dasselbe zugrunde liegende System verwenden.

Hinter dem Schriftzug verbirgt sich ein gewöhnlicher Common-Rail-Diesel mit Direkteinspritzung. Er nutzt eine Hochdruckpumpe, um eine gemeinsame Verteilerleiste aufzuladen, elektronisch gesteuerte Einspritzdüsen, die den Kraftstoff direkt in jeden Brennraum spritzen, und einen Turbolader für die Luftzufuhr. Die Common-Rail-Anordnung entkoppelt den Einspritzdruck von der Motordrehzahl und erlaubt mehrere präzise getaktete Einspritzvorgänge pro Takt – genau wie bei jedem modernen Diesel seiner Generation. Nichts an dem Kürzel deutet auf eine herstellereigene Abweichung vom Stand der Technik hin; es beschreibt lediglich die Bauweise in den Worten von Hyundai-Kia.

Da die Technik branchenweit geteilt wird, ist CRDi funktional gleichwertig mit den Systemen, die andere Hersteller anders bezeichnen. Mercedes-Benz nutzt CDI, der Volkswagen-Konzern TDI, der PSA-Konzern HDi, Ford TDCi und Fiat den Namen Multijet, doch alle beschreiben einen Turbodiesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung. Die Unterschiede liegen in der Markenbildung, der Abstimmung und im Detail der Konstruktion, nicht im grundlegenden Prinzip. Wer also einen CRDi-Motor mit einem TDI vergleicht, vergleicht zwei Umsetzungen derselben Grundidee und nicht zwei verschiedene Techniken.

Im Betrieb liefern CRDi-Motoren die Eigenschaften, die Common-Rail-Diesel beliebt machten: kräftiges Drehmoment schon bei niedrigen Drehzahlen, das müheloses Durchzugsvermögen im mittleren Bereich für Überholvorgänge und Anhängerbetrieb bietet, verbunden mit gutem Kraftstoffverbrauch auf längeren Strecken. Hyundai und Kia haben diese Motoren in einer breiten Palette von Hubräumen gebaut, und die Technik wurde fortlaufend weiterentwickelt, um die aufeinanderfolgenden Abgasnormen zu erfüllen – mit höheren Einspritzdrücken, Partikelfiltern und selektiver katalytischer Reduktion, je strenger die Vorschriften wurden.

Für den Halter bedeutet die Bezeichnung CRDi vor allem, dass sie die Motorenfamilie und deren Wartungsbedarf kennzeichnet, nicht aber eine besondere Leistung verspricht. Wie alle Common-Rail-Diesel sind diese Aggregate auf sauberen Kraftstoff und gesunde Einspritzdüsen angewiesen, profitieren von regelmäßigen Ölwechseln und benötigen bei späteren Modellen die periodische Regeneration des Partikelfilters, die durch ein Übermaß an kurzen Stadtfahrten beeinträchtigt werden kann. Richtig verstanden, ist CRDi am besten als Hyundai-Kias Name für gängige Dieseltechnik zu lesen, nicht als eigenständiges oder überlegenes System.

Wichtige Punkte
  • Hyundai-Kia-Marke für einen Common-Rail-Turbodiesel
  • Technisch ein gewöhnlicher Common-Rail-Diesel mit Direkteinspritzung
  • Gleichwertig zu TDI, CDI und HDi anderer Hersteller
  • Liefert kräftiges Drehmoment von unten und guten Verbrauch
Auch bekannt als
CRDiCommon Rail Direct Injection