Das Coupé ist eine Karosseriebauform, die sich durch ein flaches, geducktes Profil auszeichnet und Stil sowie Sportlichkeit höher gewichtet als Alltagstauglichkeit. Klassischerweise tritt es als zweitüriges Modell mit einer Dachlinie auf, die zum Heck hin abfällt. Der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie "geschnitten"; ursprünglich bezeichnete er eine verkürzte Pferdekutsche, und dieser Geist hat sich erhalten: Im Kern ist ein Coupé ein Fahrzeug, dessen Fahrgastzelle zugunsten von Eleganz und Dynamik gestrafft und abgesenkt wurde, statt maximalen Raum zu bieten.
Die charakteristische Form ist das Wesentliche. Ein Coupé trägt ein Dach, das niedriger und steiler geneigt ist als bei der Limousine oder dem Schräghecksmodell, auf dem es mitunter basiert, und das hinter den Vordersitzen flach nach hinten ausläuft. Daraus ergibt sich eine straffe, athletische Silhouette und als Nebeneffekt ein günstigerer Luftwiderstand, da die fallende Dachlinie und die flache Heckscheibe den Luftwiderstand verringern. Im klassischen Sinn besitzt die Karosserie nur zwei Türen, und die Rücksitze sind – sofern überhaupt vorhanden – kleiner und schwerer zugänglich als bei einem viertürigen Pendant.
Die Vorzüge gehen über die Optik hinaus. Ein abgesenktes Dach senkt in der Regel das gesamte Fahrzeug und damit seinen Schwerpunkt, was die Fahrdynamik schärft, die Wankneigung reduziert und ein satteres, agileres Kurvenverhalten verleiht. Die steifere zweitürige Rohkarosse kann zudem verwindungssteifer ausfallen als eine viertürige, was den ansprechenden Charakter zusätzlich begünstigt, den Coupé-Käufer in der Regel suchen. Kurz gesagt verbindet die Bauform ihr Erscheinungsbild mit dem Versprechen von Fahrfreude.
Diese Gewinne gehen zulasten der Nutzbarkeit. Das abfallende Dach beschneidet die Kopffreiheit im Fond, das zweitürige Layout erschwert den Zugang zu den hinteren Plätzen, und viele Coupés bieten dort nur eine symbolische Bestuhlung, die für Kinder oder kurze Strecken taugt. Kofferraumvolumen und Rundumsicht leiden häufig unter der Linienführung, sodass das Coupé für eine Familie oder den Lastentransport selten die vernünftige Wahl ist.
Der Begriff hat sich im Laufe der Zeit erheblich erweitert. Einst implizierte er strikt zwei Türen, doch heute verwenden Hersteller die Bezeichnung "Coupé" auch für viertürige Limousinen mit abgesenkter Fließheck-Dachlinie – das sogenannte viertürige Coupé – und sogar für hohe SUV, deren Dach nach hinten abfällt, das "Coupé-SUV". Puristen wenden ein, dass dies die Definition überdehnt, doch im Marketing signalisiert das Wort inzwischen eine elegante, stilbetonte Variante nahezu jeder Karosserieform.
Innerhalb der Familie sportlich-eleganter Bauformen steht das Coupé neben dem Cabriolet, das häufig eine dachlose Ableitung von ihm darstellt; dem Gran Turismo, einem größeren, luxuriöseren Coupé für schnelle Langstrecken; dem Fließheck, dessen durchgehend abfallende Heckpartie es oft teilt; und dem Roadster, dem offenen zweisitzigen Gegenstück, das dasselbe sportliche Ideal ohne festes Dach verfolgt.
- Flache, abfallende Dachlinie stellt Eleganz und Aerodynamik in den Vordergrund
- Traditionell zweitürig mit eingeschränktem Platz im Fond
- Niedriger Schwerpunkt begünstigt die Fahrdynamik
- Begriff heute auch für elegante Viertürer und SUV gebräuchlich