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Ältere technische Begriffe

Cockpitquerträger aus Verbundwerkstoff

Ein Cockpitquerträger aus Verbundwerkstoff ist ein leichtes tragendes Bauteil, das hinter der Armaturentafel quer durch die Fahrgastzelle reicht, sie abstützt und die Seitenwände verbindet.

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Definition

Ein Cockpitquerträger aus Verbundwerkstoff ist ein tragendes Bauteil, das quer über die gesamte Breite der Fahrgastzelle verläuft, verborgen hinter der Armaturentafel, die beiden Seiten der Karosserie miteinander verbindet und dem Armaturenbrett ein steifes Rückgrat verleiht. Auch als Cockpitträger oder Querträger bekannt, existiert er, weil der Bereich hinter der Verkleidung weit mehr leisten muss, als nur Zierteile zu halten: Er muss schwere und sicherheitskritische Komponenten verankern, zum Crashverhalten der Karosserie beitragen und die gesamte Armaturenbaugruppe über die Lebensdauer des Fahrzeugs stabil und klapperfrei halten.

In der Funktion spannt der Träger vom Bereich der einen A-Säule zur anderen und dient als tragendes Rückgrat für Kombiinstrument, Lenksäule, das Gehäuse von Heizung und Lüftung, die Verkabelung und vor allem für den Beifahrerairbag und die Knieschutzstrukturen. Da er fest mit den Seitenwänden verbunden ist, überträgt er Lasten quer durch die Zelle und hilft der Struktur, beim Seitenaufprall der Intrusion zu widerstehen; zugleich gibt er der Lenksäule eine steife Anbindung, sodass das Lenkrad nicht vibriert. Viele Ausführungen werden als vormontiertes Cockpitmodul geliefert, mit bereits eingebauter Klimaanlage, Luftführung und Kabelbaum, das dann am Band als eine einzige Einheit in die Karosserie eingesetzt wird.

Die Werkstoffwahl steht im Mittelpunkt des Begriffs. Herkömmliche Träger werden aus Stahlrohr und Konsolen gefertigt oder im Magnesiumdruckguss hergestellt; Verbundvarianten nutzen faserverstärkte Kunststoffe, häufig mit örtlichen Metalleinlegern an hoch belasteten Punkten wie den Aufnahmen von Lenksäule und Airbag. Verbundwerkstoffe und hybride Metall-Kunststoff-Konstruktionen erlauben es, komplexe Formen, integrierte Konsolen und Luftkanäle in einem Stück zu formen, was die Teilezahl und Montagezeit senkt und gegenüber einem reinen Stahlträger Gewicht spart.

Der Nutzen ergibt sich aus dieser Gewichtsersparnis und Integration. Leichtere Strukturen tragen zu geringerem Kraftstoffverbrauch und niedrigeren Emissionen bei, und ein Hybridbauteil kann die Steifigkeit von Metall dort einsetzen, wo sie nötig ist, mit der Formbarkeit und Leichtigkeit von Kunststoff an anderer Stelle verbinden. Das Zusammenfassen von Konsolen, Befestigungen und Luftkanälen im Träger verbessert zudem die Maßhaltigkeit, was den Spaltmaßen zugutekommt und Knarz- und Klappergeräusche reduziert.

Es gibt konstruktive Randbedingungen. Der Träger muss strenge Anforderungen an die Steifigkeit der Lenksäule, die Reaktionslasten des Airbags und das Crashverhalten erfüllen, sodass Werkstoffauswahl und die Auslegung der Metalleinleger streng kontrolliert werden. Verbundwerkstoffe müssen außerdem die großen Temperaturschwankungen und die lange Lebensdauer der Fahrgastzelle aushalten, ohne zu kriechen oder an Steifigkeit zu verlieren, und sie erschweren das Recycling am Lebensende gegenüber einem sortenreinen Metallträger.

Das Bauteil gehört zur Familie der querliegenden Strukturträger. Es ist eine spezialisierte Form des Querträgers für das Cockpit, ist Teil der gesamten Lastpfade des Fahrgestells, wirkt mit den Hilfsrahmen zusammen, die darunter die Mechanik tragen, und ist nahe den A-Säulen in die Karosserie eingeschraubt, deren Festigkeit es ergänzt.

Wichtige Punkte
  • Tragender Querträger durch die Fahrgastzelle hinter der Armaturentafel
  • Stützt Armaturenbrett, Lenksäule und Airbag
  • Verbindet die Seitenwände und stärkt den Seitenaufprallschutz
  • Verbundvarianten sparen Gewicht gegenüber Stahl oder Magnesium
Auch bekannt als
cross-car beamcockpit cross-car beaminstrument panel beam