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06 — Glossar
ADAS und Sicherheit

Bi-Xenon-Scheinwerfer

Bi-Xenon-Scheinwerfer nutzen eine einzige Xenon-Gasentladungslampe für Abblend- und Fernlicht und liefern helleres, weißeres Licht als Halogen.

Kategorie
ADAS und Sicherheit
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Definition

Bi-Xenon-Scheinwerfer sind eine Bauart von Gasentladungsscheinwerfern (HID), die eine einzige Xenon-Gasentladungslampe nutzen, um sowohl das abgeblendete Abblendlicht als auch das Fernlicht zu erzeugen. Sie wurden entwickelt, um eine deutlich hellere und weißere Ausleuchtung zu liefern als die zuvor verwendeten Halogenlampen, und verbessern damit die Sicht bei Nacht sowie das Erkennen von Fahrbahn, Schildern und Gefahren auf größere Entfernung. Die Farbtemperatur des Xenonlichts, typischerweise rund 4000 bis 4500 Kelvin, liegt weit näher am Tageslicht als das gelbliche Glühen von Halogen, was die Augen entlastet und den Kontrast verbessert.

Anders als eine herkömmliche Halogenlampe, die einen Glühfaden bis zum Leuchten erhitzt, erzeugt eine Xenonlampe Licht, indem sie zwischen zwei Elektroden in einem versiegelten, mit Xenongas und Metallhalogenidsalzen gefüllten Quarzkolben einen elektrischen Lichtbogen zündet. Dafür sind ein Hochspannungs-Zündimpuls von rund 20.000 Volt zum Starten des Lichtbogens und ein Vorschaltgerät zur Stromregelung im laufenden Betrieb erforderlich. Der Begriff Bi-Xenon bezeichnet die Art, wie eine einzige solche Lampe beide Lichtfunktionen übernimmt: Eine kleine elektromagnetisch betätigte Blende oder ein verstellbares Reflektorelement verändert seine Position, um zwischen Abblend- und Fernlichtverteilung umzuschalten, statt zwei getrennte Lampen zu verwenden.

Für den Fahrer ergeben sich Vorteile aus einer breiteren, weiter reichenden und gleichmäßigeren Lichtverteilung, einer besseren Ausleuchtung des Randbereichs und einer natürlicheren Farbwiedergabe bei Nacht. Da Xenonlampen so hell sind und den Gegenverkehr blenden können, müssen damit ausgerüstete Fahrzeuge in der Regel über eine automatische Leuchtweitenregulierung verfügen, die den Lichtkegel unabhängig von der Beladung korrekt ausrichtet, sowie über eine Scheinwerferreinigungsanlage, die die Streuscheiben sauber hält und Streulicht verhindert.

Die Bi-Xenon-Technik markierte einen wichtigen Schritt zwischen der einfachen Halogenbeleuchtung und den heutigen Halbleitersystemen. Sie ist eng mit dem adaptiven Kurvenlicht verwandt, bei dem der Xenon-Projektor mit dem Lenkeinschlag mitschwenkt, um in Kurven hineinzuleuchten. Mit der Zeit wurde sie jedoch weitgehend durch LED-Einheiten verdrängt, die verzögerungsfrei einschalten, die gesamte Fahrzeuglebensdauer halten, weniger Strom aufnehmen und ausgefeilte Matrix-LED-Systeme ermöglichen, die das Fernlicht Pixel für Pixel formen und ausblenden können.

Für Besitzer von Fahrzeugen, die noch mit diesen Einheiten ausgestattet sind, bleiben praktische Aspekte relevant. Xenonlampen werden mit zunehmendem Alter dunkler und verschieben ihre Farbe; sie sollten idealerweise paarweise getauscht werden, während Vorschaltgeräte und Zündgeräte vergleichsweise teure Bauteile sind, die ausfallen können. Das Nachrüsten von Xenonlampen in für Halogen ausgelegte Reflektoren ist in vielen Ländern illegal und gefährlich, da es zu unkontrollierter Blendung führt – ein klarer Fall für die HU beim TÜV. Fachgerecht konstruierte Bi-Xenon-Scheinwerfer boten dagegen einen echten und nachhaltigen Zugewinn an Sicherheit bei Nacht gegenüber der vorausgegangenen Halogenbeleuchtung.

Wichtige Punkte
  • Nutzen eine Xenon-HID-Lampe für helles, weißes Licht
  • "Bi" bedeutet: eine Lampe übernimmt Abblend- und Fernlicht
  • Deutlich bessere Nachtsicht als Halogen
  • Weitgehend durch LED- und Matrix-LED-Einheiten abgelöst
Auch bekannt als
bi-xenon headlightsHID headlightsxenon headlamps