06 — Glossar
ADAS und Sicherheit
SRS

Airbag (SRS)

Ein Airbag (SRS) ist ein Stoffkissen, das sich bei einem Unfall in Millisekunden aufbläst, um den Aufprall des Insassen auf das Fahrzeuginnere abzufedern.

Kategorie
ADAS und Sicherheit
Verwandte Begriffe
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Definition

Ein Airbag, mit SRS für Supplemental Restraint System bezeichnet, ist ein gefaltetes Stoffkissen, das sich bei einer schweren Kollision nahezu augenblicklich aufbläst, um den Aufprall zwischen dem Körper eines Insassen und dem harten Fahrzeuginneren abzufedern. Er verteilt die Verzögerungskräfte eines Unfalls auf eine größere Fläche und eine längere Zeit und verhindert so, dass Kopf und Brustkorb mit voller Geschwindigkeit auf Lenkrad, Armaturenbrett, Säulen oder Scheiben treffen. Das Wort supplemental ist bewusst gewählt: Der Airbag ist darauf ausgelegt, mit dem Sicherheitsgurt zusammenzuwirken, nicht ihn zu ersetzen.

Die Auslösung erfolgt außerordentlich schnell. Crashsensoren erfassen die plötzliche Verzögerung eines Aufpralls und melden sie dem Airbag-Steuergerät, das bei Bestätigung eines tatsächlichen Unfalls einen Zünder im Gasgenerator auslöst. Der Gasgenerator erzeugt rasch Gas, herkömmlich durch das Abbrennen eines festen Treibstoffs wie Natriumazid bei älteren Bauarten oder saubereren Verbindungen bei modernen, in manchen Fällen auch durch das Freisetzen gespeicherten Druckgases. Damit füllt sich das Nylonkissen in etwa zwanzig bis dreißig Millisekunden, weit schneller als ein Wimpernschlag. Das Kissen beginnt fast sofort über Entlüftungsöffnungen wieder zu entweichen, sodass es bereits nachgibt, wenn der Insasse es berührt, und den Körper abfängt, statt ihm eine starre Fläche entgegenzusetzen.

Die Schutzwirkung ist für Kopf und Rumpf am größten, also für die Bereiche, die bei einem Frontalaufprall am ehesten tödlich verletzt werden. Indem er den Insassen an einer großen, gasgefüllten Fläche auffängt, verringert der Airbag die Spitzenkräfte auf Schädel, Hals und Brustkorb und senkt das Risiko des Kontakts mit eindringenden Strukturen. Entscheidend ist, dass das System auf den Gurt angewiesen ist, um den Insassen richtig zu positionieren und seine Vorwärtsbewegung so zu verlangsamen, dass er das Kissen im richtigen Moment und Abstand trifft; ein nicht angegurteter Insasse kann beim Auslösen zu nah sein, was ein lebensrettendes Mittel in eine Verletzungsquelle verwandelt.

Moderne Fahrzeuge tragen weit mehr als den einzelnen Fahrerairbag früher Bauarten. Frontairbags schützen Fahrer und Beifahrer, während Seitenairbags in Sitzen oder Türen bei einem Seitenaufprall Rumpf und Becken abschirmen. Kopfairbags fallen vom Dachrahmen herab, decken die Seitenscheiben ab, schützen den Kopf der Insassen vorn und hinten und verringern das Risiko des Hinausschleuderns; zusätzliche Einheiten wie Knie-, Fernseiten- und sogar Mittelairbags zwischen den Vordersitzen begegnen bestimmten Verletzungsmustern. Jeder ist auf bestimmte Unfallarten abgestimmt.

Airbags haben durchaus Grenzen und Wartungsaspekte. Sie sind Einwegbauteile, die nach dem Auslösen ersetzt werden müssen, das System führt bei jedem Start einen Selbsttest durch, und eine dauerhaft leuchtende SRS-Warnleuchte zeigt einen Fehler an, der untersucht werden sollte, da ein deaktivierter Airbag keinen Schutz bietet. Sie sind so ausgelegt, dass sie nur bei erheblichen Aufprällen der entsprechenden Richtung auslösen, nicht bei leichten Remplern. Der Airbag wirkt als Teil eines integrierten Rückhaltesystems, gesteuert vom Airbag-Steuergerät, gekoppelt mit Gurtstraffern und Kopf- oder Fensterairbags und ergänzt durch die Knautschzonen des Fahrzeugs, die die strukturelle Energie steuern, auf die die Airbags abgestimmt sind.

Wichtige Punkte
  • Bläst sich bei einem schweren Unfall in etwa 30 Millisekunden auf
  • Fängt Kopf und Rumpf gegenüber dem Innenraum ab
  • Ergänzt den Sicherheitsgurt — ersetzt ihn niemals
  • Moderne Fahrzeuge haben Front-, Seiten-, Kopf- und weitere Airbags
Auch bekannt als
SRSsupplemental restraint systemairbag