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06 — Glossar
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Höhenverstellbarer Schultergurt

Der höhenverstellbare Schultergurt erlaubt es, den oberen Gurtumlenkpunkt nach oben oder unten zu verstellen, damit der Gurt bei unterschiedlich großen Insassen korrekt über der Schulter verläuft.

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Definition

Der höhenverstellbare Schultergurt ist eine scheinbar einfache, aber wichtige Weiterentwicklung des Dreipunktgurts, denn er erlaubt es, den oberen Verankerungspunkt an der B-Säule nach oben oder unten zu verschieben. Sinnvoll ist das, weil der diagonal verlaufende Schulterabschnitt eines Sicherheitsgurts nur dann zuverlässig schützt und zugleich bequem sitzt, wenn er richtig über dem Körper liegt. Ein fest auf einen durchschnittlich großen Erwachsenen eingestellter Anlenkpunkt kann bei kleinen Insassen am Hals scheuern und bei großen von der Schulter rutschen, was Komfort und Sicherheit gleichermaßen untergräbt.

Der Mechanismus ist unkompliziert. Das obere Ende des Schultergurts läuft durch eine Umlenkschlaufe, mitunter als Umlenkbeschlag oder D-Ring bezeichnet, die auf einem verstellbaren Schlitten in der Säule sitzt. Der Insasse betätigt eine Entriegelung, schiebt die Schlaufe in eine von mehreren rastenden Positionen und lässt sie dort einrasten. Dadurch wird der Punkt, an dem das Gurtband austritt, angehoben oder abgesenkt, was Winkel und Höhe des Gurtverlaufs über dem Oberkörper verändert, ohne den übrigen Rückhalt anzutasten.

Die richtige Positionierung ist der eigentliche Zweck. Der Schultergurt soll mittig über dem Schlüsselbein und der Brustmitte verlaufen, fern vom empfindlichen Halsbereich und nicht über die Schulterkante hinaus. Liegt er korrekt, verteilt der Gurt die Aufprallkräfte auf den kräftigen knöchernen Aufbau von Brustkorb und Schulter, der ihnen weitaus besser standhält als Kehle oder Bauchraum. Ein schlecht positionierter Gurt scheuert schon im normalen Fahrbetrieb und kann bei einem Unfall Verletzungen verursachen oder ganz von der Schulter rutschen.

Für die Insassen ergibt sich ein doppelter Nutzen. Im Alltag sitzt der Gurt bequemer, sodass er eher und richtiger angelegt wird, statt ihn etwa hinter dem Arm zu verstauen. Bei einem Aufprall sorgt die korrekte Geometrie dafür, dass das Rückhaltesystem den Körper wie vorgesehen erfasst, den Insassen im Sitz hält und die Verzögerung über die stabilsten Teile des Skeletts ableitet.

Es gibt praktische Einschränkungen. Die Verstellung muss für jede Person bewusst vorgenommen werden und wird leicht vergessen, sodass ein großer Fahrer, der den Gurt abgesenkt hat, ihn für einen kleineren nachfolgenden Mitfahrer ungünstig eingestellt lässt. Zudem betrifft die Funktion nur die vertikale Lage des oberen Anlenkpunkts; sie gleicht weder einen falsch eingestellten Sitz noch eine gekrümmte Sitzhaltung aus.

Dieser Versteller ist ein Baustein eines mehrstufigen Insassenschutzpakets und wirkt mit weiteren Gurttechnologien zusammen. Er ergänzt Gurtstraffer, die im Moment des Aufpralls die Gurtlose herausziehen, sowie Gurtkraftbegrenzer, die ein kontrolliertes Nachgeben des Gurtbands zulassen, um die Brustbelastung zu mindern, und schließlich die automatisch sperrenden Aufrollautomaten, mit denen sich Kindersitze fest verzurren lassen.

Wichtige Punkte
  • Verstellt die obere Gurtverankerung nach oben oder unten
  • Positioniert den Gurt korrekt über Schulter und Brust
  • Passt sich unterschiedlich großen Insassen an
  • Verbessert sowohl Komfort als auch Aufprallschutz
Auch bekannt als
adjustable seat-belt anchorheight-adjustable seat belt