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Motor und Emissionen
ACE

Advanced Compatibility Engineering (ACE)

Advanced Compatibility Engineering (ACE) ist Hondas Karosseriekonzept, das Aufprallkräfte verteilt, um Insassen und andere Verkehrsteilnehmer besser zu schützen.

Kategorie
Motor und Emissionen
Verwandte Begriffe
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Definition

Advanced Compatibility Engineering, kurz ACE, ist die Bezeichnung, die Honda einem Konstruktionsprinzip für die Karosseriestruktur gibt, mit dem das Verhalten seiner Fahrzeuge bei einem Frontalaufprall verbessert werden soll. Statt jedes Auto allein als Schutzhülle für die eigenen Insassen zu betrachten, geht ACE das umfassendere Problem der Crash-Kompatibilität an: wie ein Fahrzeug mit dem interagiert, was es trifft, sei es ein anderes Auto, ein festes Hindernis oder ein Fußgänger. Es ist ein ingenieurtechnischer Ansatz, der in den vorderen Bereich der selbsttragenden Karosserie eingearbeitet ist, kein nachgerüstetes Bauteil und kein elektronisches System.

Der Grundgedanke ist die kontrollierte Verteilung der Aufprallenergie. Bei einem Frontalcrash müssen die in die Struktur einleitenden Kräfte so geführt werden, dass möglichst wenig die Fahrgastzelle erreicht. ACE erreicht dies über ein Netzwerk verbundener Lastpfade im Vorderwagen, darunter ein polygonaler Hauptrahmen und zusätzliche Träger, die die Aufprallenergie um die Fahrgastzelle herum und von ihr weg leiten. Indem die Last auf eine breitere Fläche der Struktur verteilt und in mehrere Pfade eingespeist statt in einem einzelnen Längsträger konzentriert wird, nimmt die Konstruktion die Energie gleichmäßiger auf und baut sie ab.

Der Nutzen für die Insassen liegt in einer Verringerung der Spitzenkräfte, die die Fahrgastzelle erreichen, und damit der Verzögerung, die auf die Menschen im Inneren einwirkt. Eine Struktur, die sich progressiv und vorhersehbar verformt, erlaubt es den Rückhaltesystemen, den Sicherheitsgurten und Airbags, ihre Arbeit über ein längeres und sanfteres Intervall zu verrichten. Die Lastverteilung trägt außerdem dazu bei, die Integrität der Sicherheitszelle zu erhalten und das Eindringen in den Fußraum und den Insassenraum zu minimieren, was für die Überlebenschancen bei schweren Frontalkollisionen entscheidend ist.

Was ACE von herkömmlicher Crash-Konstruktion unterscheidet, ist die ausdrückliche Beachtung der Kompatibilität zwischen ungleichen Fahrzeugen. Prallt ein hohes, schweres Fahrzeug auf ein niedriges, leichtes, kann das schwerere die Struktur des anderen überfahren, den Schaden bündeln und dessen Insassen gefährden. Indem die Frontstruktur so ausgelegt wird, dass sie auf den richtigen Höhen ineinandergreift und die Kräfte breit verteilt, sollen Honda-Fahrzeuge in einem Crash fairer mit einem weiten Spektrum an Unfallgegnern interagieren, kleinere Autos weniger aggressiv belasten und zugleich die eigenen Insassen schützen.

Mitte der 2000er-Jahre eingeführt und über aufeinanderfolgende Generationen von Honda- und Acura-Modellen verfeinert, spiegelt das Konzept den breiteren Branchentrend wider, über den rein eigennützigen Schutz hinaus zu Strukturen zu kommen, die sich im vielfältigen, realen Fahrzeugmix auf der Straße bewähren. Als strukturelles Merkmal arbeitet ACE still und ununterbrochen, erfordert keine Wartung und bietet nichts, was der Fahrer sehen oder einstellen könnte, untermauert aber die guten Bewertungen beim Frontalcrash, die viele Honda-Modelle erzielt haben. Am besten versteht man es als einen Baustein der gesamten passiven Sicherheit des Fahrzeugs, der mit den Rückhaltesystemen und den herkömmlichen Knautschzonen jedes modernen Autos zusammenwirkt.

Wichtige Punkte
  • Honda-Karosseriestruktur für den Schutz beim Frontalaufprall
  • Verteilt die Aufprallenergie über den vorderen Rahmen
  • Verbessert die Crash-Kompatibilität zwischen ungleichen Fahrzeugen
  • Senkt die auf die Fahrgastzelle einwirkenden Kräfte
Auch bekannt als
ACEAdvanced Compatibility Engineering